Die Firma Österreichische Flugzeugfabrik A.G. wurde erst am Anfang des 1.WK in Wr. Neustadt gegründet. Zuerst hatte in Österreich die Fa. Lohner & Co im Jahre 1909 mit dem Flugzeugbau begonnen. Daraufhin nahmen weitere Unternehmen die Fertigung von eigenen Luftfahrzeugen auf (Warchalovski, Wien).Neue Gesellschaften entstanden, so z.B. die Österreichisch-ungarischen Autoplanwerke GesmbH., erzeugte eigene Ein- und Doppeldecker und mußten jedoch gegen Ende des Jahres 1912 den Flugzeugbau wegen zu geringer Nachfrage einstellen. Einige Betriebe erzeugten Lizenzmuster, aber auch sie hatten Absatzschwierigkeiten. Nur durch Aufträge des Heeres konnte die Fa. Lohner die Produktion und die Entwicklung aufrechterhalten.
Auf Ansuchen der Österreichischen Daimler-Werke in Wr. Neustadt eine Flugzeugerzeugung zu errichten, faßte der Gemeinderat am 29.Dez. 1914 den Entschluß, Grundstücke an der Wiener Str./Gürtelstr. zu verkaufen und zu verpachten. Der Kaufvertrag wurde am 9.Juli 1915 unterzeichnet.
Die ersten Gebäude wurden 1916 errichtet.Die Pläne entstanden im Büro der Architekten Baurat Georg W. Mayer aus Wr. Neustadt vom März bis Juli 1915. Die Baubewilligung wurde am 19. April bzw. 6. Okt. 1915 ausgesprochen. Eine Fabrikserweiterung erfolgte in der ersten Hälfte desJahres 1917.
Zu Beginn des Jahres 1916 kam die Fa. nach Bau einiger Prototypen mit einer eigenen Serientype heraus, der ÖFFAG C I. Konstrukteuer war Ing. Eduard Zaparka. Da dieser zweisitzige Aufklärer nicht sehr erfolgreich war, wurde 1916 der Bau von Seeflugzeug Type K, und 1917 der Type KG, beide nach Plänen des Ing. Theo Weichmann aus dem Kriegsministerium und auch Chefkonstrukteur bei der Öffag, und der Serie G, nach Ing. Josef Mickl, aufgenommen. 1918 folgte das Seeflugzeug Type R (Öffag F von Mickl). And Landflugzeugen fertigte die Firma 1917 die verbesserte Öffag C II und begann nach Abschluß eines Lizenzvertrages im Herbst 1916 mit der Serienproduktion des deutschen Jagdtflugzeuges Albatros D II und des verbesserten D III, nach kleineren Änderungen wurde diese Type zu einem der erfolgreichsten österr.-ungar. Jagdflugzeug.
Erzeugt in den Typen Albatros D II Seriennr. 53/JagdflugzeugDas Kriegsministerium bestellte am 4.Dez.1916 zunächst 20 Stück von der D II ohne Motor, Kaufpreis pro Maschine 30.500.- Kronen, und 30 Stück D III. Sofort wurde mit dem Bau begonnen. Der Erstflug der D II erfolgte bereits im Jänner 1917. Zugunsten des D III wurde dann die Produktion des D II auf 16 Stück verringert. Erste Serie 53. mit 16 Stück mit 185 PS Austro-Daimler und 1 MG Bewaffnung (53.01 - 53.16), sie wurden zwischen März und Juni 1917 abgeliefert. Eingesetzt als Fotoeinsitzer, Aufklärer und Jagdflugzeug. Ende 1917 als Schulmaschinen abgestellt.
In Deutschland wurde die D II in 275 Stück, die D III in 1352 Stück zwischen 1916 und 1917 gebaut.
Albatros D III Bauart 53.2, 153, 253, Jagdflugzeug 53.20 - 53.64
Serie 153.01 - 153.64
Serie 153.01 - 153.64
Serie 253.01 - 253.260 - 235.330
In Deutschland von Ing. Thelen aus dem D II mit V-Streben mit etwas vergrößerter Spannweite entwickelt. Je nach Serie mit 185 PS A-D, 200 PS A-D und 225 PS A-D ausgerüstet. Bei Kriegsende nahm die Fa. Oeffag weitere 100 Stück in Bau, sie wurden bis zur Nr. 235.260 noch nach Ende des Krieges fertiggestellt, 38 Stück wurden nach Polen verkauft. Nach Willen der Heeresleitung sollte die Albatros D III durch den Fokker D VII abgelöst werden, deren Bau in Ungarn vorbereitet wurde.
Der Historische Flugzeugbau verfügt über einen Original-Plansatz der Konstruktionspläne (Blaupausen) der Type Albatros D III. Diese Plansatz ist als Kopie erhältlich.
